Bruder Paulus Listl verstorbenAm 23. August 2022 ist Bruder Paulus Listl bei einem Badeunfall gestorben.

Geboren wurde er am 28. Nov. 1933 in Niederstimm/Manching bei Ingolstadt. Zwei Tage später wurde er getauft auf den Namen Anton. Mit drei Geschwistern wuchs er auf.

 In Ingolstadt St. Anton lernte er bei einer Mission unseren Orden kennen – und ent­schied sich dafür - und trat ein in Gars. Am 29. August – vor 69 Jahren legte er seine erste Profess ab – 4 Jahre später folgte die Profess auf Lebenszeit. 15 Jahre war er in der Garser Klosterschlos­serei, eingesetzt. Danach, im Jahr 1968,  begann er  eine zweite Lehre als Elektri­ker. Diese schloss er im Februar 1971ab. In der Folge erwarb er auch die Ausbil­dungsbefugnis. Er war der Hauselektriker vom Kloster Gars  und bildete Lehrlinge aus.Schon früh hat er den Führerschein ge­macht – auch für den LKW. Als erfahrener Chauffeur wurde er auch  von P. General angefordert. So war er von 1958-62 jährlich 2 Monate in Rom. Immer wiedererzählte er davon, was er während der Zeit in Rom alles zu erledigen hatte. Er war stolz da­rauf – und lernte auch etwas italienisch. Zehn Jahre lang war unser verstorbener Mitbruder auch „Novizenbruder“ – Begleiter der Brüdernovizen. Nach 38 Jahren Gars in Gars wurde Br. Paulus für 25 Jahre nach Cham versetzt – als Hausmeister in Exerzitienhaus, Kloster und Kirche.

Seit 1984 pflegte er sein großes Hobby: Video- und Filmaufnahmen. Br. Paulus war mit seiner Familie sein Leben lang tief verbunden. Jedes Jahr weilte er zum Bartholomäusmarkt in seiner Heimat bei seinen Verwandten. So auch in die­sem Jahr. Als er an seinem ersten Urlaubstag vom Schwimmen nicht zu seinen Ver­wandten heimkehrte, fand man ihn am Abend des 23. August tot im Wasser.

Nach der Müh und Arbeit dieses Lebens ist Bruder Paulus heimgekehrt zu Gott, sei­nem Schöpfer. Er schenke ihm nun wahres Leben und ewigen Frieden in seinem Reich. R.i.P.

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Gärtner aus Leib und Seele: Ulrich Gaugele mit 88 Jahren verstorben

  • VonBruno Münch

Gars – Eine sehr große Trauergemeinde fand sich in der Pfarrkirche Gars ein, um das Requiem für Bruder Ulrich Gaugele zu begehen. Der weithin bekannte Gärtnermeister verstarb im Alter von 88 Jahren. Die Trauergemeinde begleitete ihn zu seinem letzten Weg auf den Klosterfriedhof, den Bruder Ulrich Gaugele einst selbst plante.In den Texten und Liedern des Gottesdienstes, bei dem Pater Jens Bartsch als Vertreter des Provinzials, Pater Rektor Josef Schwemmer und Pfarrvikar Andreas Krehbiel, ehemaliger Gärtnerlehrling bei Bruder Ulrich, konzelebrierten, fanden sich zahlreiche Bezüge zum Paradiesgarten und zur Bewahrung der Schöpfung, die der Verstorbene in den Mittelpunkt seines Lebens gestellt hatte.

Funk und Fernsehen berichteten über seine Arbeit

Schon zu Lebzeiten wurde dem Gründer der Gärtnerei des Klosters, die heute als „umsatzstärkste Klostergärtnerei Europas“ gilt, viel Anerkennung zuteil, Funk und Fernsehen berichteten über seine Arbeit. Josef Gaugele wurde 1934 in Nenningen/Württemberg geboren, den Ordensnamen Ulrich erhielt er, als er 1958 mit seinem Bruder Georg in Gars ins Kloster eintrat. Die Dorfleute seien entsetzt gewesen, dass gleich zwei Söhne in einen Orden eintraten und die Mutter habe gesagt, dass die Türe des Elternhauses immer offenstehe, so berichtete er später.Seinem Bruder, nicht ihm habe man zugetraut, dass er es im Kloster aushalte, aber gerade umgekehrt sei es gekommen: „Ich blieb, gehöre bis heute dazu und habe es nicht bereut“, schrieb er einmal. Auf einem Hof aufgewachsen, als Hütebub vertraut mit Kühen und als Helfer bei der Obsternte wuchs der Verstorbene früh in seine spätere Lebensaufgabe hinein.Das Lernen für die Schule erfolgte „erst am späten Abend“, aber offenbar so erfolgreich, dass er 1962/63 die Meisterschule für Gärtner in Bonn mit glänzenden Noten abschloss. Schon in den Jahren zuvor hatte er sich als Gärtnergehilfe in der Schweiz und in Schweden internationales Fachwissen angeeignet. Gärtner „aus Leib und Seele“ sei er gewesen, weit über den Ausbildungsplan hinaus habe er Wissen vermittelt und den Blick geweitet, bezeugt heute einer seiner über hundert ehemaligen Lehrlinge. Und schmunzelnd fügt er hinzu, dass Bruder Ulrich mit einem „Bombenblitz aber auch!“ seinesgleichen auch Grenzen setzen konnte. Mit seinem Ehrgeiz und seinem Einsatz, sagt man heute in der Klostergärtnerei, die etwa 16 Mitarbeiter zählte, habe er darauf geachtet, dass aus jedem „wos Gscheids worn is“.Bruder Ulrich ist es zu verdanken, dass die ursprünglich nur für den Klosterbedarf produzierende Gärtnerei an ihren heutigen Ort verlegt und ausgebaut wurde, dass Klostergarten und – friedhof gestaltet wurden und dass in jüngster Zeit der Kräutergarten beim Klostercafé entstand.

Verleihung der Goldenen Rose

Zahllose Besuchergruppen aus Nah und Fern sind seitdem von Bruder Ulrich durch Kirche und Klosteranlagen geführt und in Gartenfragen fachmännisch beraten worden. Freilich hatte Bruder Ulrich in den Anfängen Widerstände zu überwinden: Für seine Pläne musste er die eigene Ordensleitung damals erst gewinnen. Einmal bekannte er freimütig: „Wenn ich immer gehorsam gewesen wäre, hätten wir jetzt diese Gärtnerei nicht.“ Sein über die Jahre hin erfolgreiches Wirken blieb nicht verborgen und so wurde ihm 2008 die „Goldene Rose“, die höchste Auszeichnung des Bayerischen Landesverbands der Gartenbauvereine verliehen.

Über 1.500 Vorträge hat der Verstorbene gehalten

Er war Mitglied der Prüfungskommission der Meisterschule für Gärtner und ein gesuchter Referent: In etwa 1.500 Vorträgen gab Bruder Ulrich sein profundes Wissen in Gartengestaltung, Botanik und Geologie an seine Hörer weiter. Immer waren ihm die naturnahe Gestaltung von Gärten und die Bewahrung der Schöpfung wichtig.Freude machte ihm das Trompetenspiel, mit dem er einst die Gottesdienstgestaltung durch die „Garser Brüder-Band“ bereicherte. Die Klänge seiner Lieblingsstücke, das „Ave Maria“ von Gounod und „Die letzte Rose“ aus der Oper Martha begleiteten ihn jetzt auch auf dem Weg zu seinem Schöpfer.

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Pater Max Ascher verstorben

 

Im Alter von 84 ist der ehemalige Japanmissionar Pater Max Ascher aus dem Kloster in Gars verstorben.

Er wurde 1936 in Niederbayern geboren. Als Spätberufener legte er 1959 in Waldram bei München das Abitur ab und trat bei den Redemptoristen ein. Schon als Student ging er nach Japan. Er lernte die Sprache und setzte in Tokyo sein Studium fort. 1968 empfing er in Gars die Priesterweihe.

Von da an wirkte er im Missionsgebiet in Südjapan an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Aufgaben. Vor zwei Jahren kehrte er nach Bayern zurück.

 

 

 

 

P. Emmeram Trägler verstorben

In der Frühe des 02. Juni ist im Betreuungszentrum in Wasserburg P. Emmeram Trägler nach längerer Krankheit im Frieden Christi gestorben. P. Trägler gehörte zum Haus Gars. Geboren wurde er am 26. Juni 1936 in Eschelbach bei Wolnzach in der Holledau. Dort ist er zusammen mit weiteren vier Geschwistern aufgewachsen, dort ging er auch zur Schule. Sein jüngerer Bruder Ludwig war von Geburt an schwer behindert. Im Dritten Reich wurde Ludwig einfach abgeholt – bald darauf kam die Todesnachricht. Den Tod seines Bruders und besonders die Umstände seines Todes hat Emmeram sein Leben lang nicht verwunden. Als die Redemptoristen im Jahr 1949 in Eschelbach eine Mission abhielten, wurde er durch die Patres in unser damaliges Internat in Gars am Inn vermittelt. Im Herbst desselben Jahres begann Emmeram in Gars mit der ersten Klasse Gymnasium. Nach dem Abitur trat der Verstorbene 1957 bei uns ein und legte am 02. September 1958 seine Profess ab. Seine Priesterweihe erfolgte am 12. April 1964 in Gars.

Die ersten drei Jahre nach der Priesterweihe war Emmeram Präfekt im Internat, zwei Jahre in Riedlingen (Donau) und ein Jahr in Forchheim. Danach war er für sechs Jahre Kaplan in Gars. Ab 01. August 1973 war er als Pfarrer eingesetzt in Daugendorf bei Riedlingen bis Ende Juli 1989. In dieser Zeit gehörte Emmeram zum Haus Riedlingen. Nach einer Sabbatzeit in Ingolstadt wurde der Verstorbene nach Cham versetzt. Dort war er lange Jahre Krankenhausseelsorger und arbeitete mit in der Klosterkirche. Gerne war er auch im Garten tätig. Nahezu 30 Jahre verbrachte Emmeram in Cham. Mit der Zeit meldete sich das Alter mit seinen Gebrechen immer mehr, sodass er im August 2019 in die Krankenstation des Klosters Gars kam. Im Kreis der Mitbrüder hat er sich wohl gefühlt, gut versorgt von den Pflegekräften. Sein nachlassender Gesundheitszustand jedoch machte anfangs März dieses Jahres eine Verlegung ins Betreuungszentrum Wasserburg erforderlich. Etliche Krankenhausaufenthalte wurden notwendig. So kam er am 31. Mai von einem Krankenhausaufenthalt zurück ins Betreuungszentrum. Doch sein Herz war schon so schwach, dass er am 02. Juni gestorben ist, drei Wochen vor seinem 85. Geburtstag, den er jetzt in der Ewigkeit feiern darf.

Der Herr schenke ihm Heimat und ewigen Frieden!

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Auch bei Kälte und Schnee tut Mitbrüdern ein Gang an die frische Luft gut. Pater Aimer und Pater Kästner, die beide auf einen Rollstuhl angewiesen sind, brauchen dazu eine Begleitperson. Die überdachte Wandelhalle und die befestigten Wege im Klostergarten bieten sich für eine "Ausfahrt" an. Unsere Bilder zeigen P. Hans Aimer mit seinem "Chauffeur" P. Rudi Leicht und P. Fritz Kästner mit Frau Ingeborg Mittermaier.       Franz Wenhardt

 

 

      Franz Wenhardt feiert sein 40-jähriges Dienstjubiläum als Bibliothekar im Kloster Gars.

Rektor P. Sepp Schwemmer gratuliert dem Jubilar zu seinem Dienstjubiläum      und dankte ihm für die geleistete Arbeit"..

 

             

  Bei der Feier waren mit dabei P. Schmied und   die beiden früheren Mitarbeiterinnen Anna Richterstetter und Maria Schillmaier dabei. P. Anton Dimpflmaier, der das Treffen angeregt hatte, konnte wegen zweier Video-Konferenzen leider nicht kommen.                                                                                Fotos: Angela Strecker

 

 

 

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 Br. Kilian Döll

Bruno Döll wurde geboren am 11. März 1929 in Prappach/Haßfurt. Einen Tag später wurde er getauft. Und sein Name Bruno deutet schon die gläubige Familie an – und seine Beheimatung in der Diözese Würzburg. Bruno: einer der heiligen Bischöfe von Würzburg. Mit seinen Geschwistern Regina und Leo wurde er groß – und arbeitete mit in der Landwirtschaft. Sozusagen als Spätberufener kam er mit 28 Jahren zu uns nach Gars. Hier lernte er die Gärtnerei und machte am 2. September 1958 seine Profess. Sein Ordensname: Kilian! Der Provinzial regte ihn dazu an. Kilian der Patron seiner Heimat-Diözese Würzburg. Ja, Bruno/Kilian, ein  Franke durch und durch – dazu auch sangesfreudig – das können die Franken besonders! Zuerst hatte er in Riedlingen 2 Jahre auszuhelfen. Dann nochmals 6 Jahre Gars. Und dann fast 30 Jahre – fast ein Drittel seines Lebens – Ingolstadt: Gärtner, Mesner, Aushilfskoch und Hausmeister. 4 Jahre davon war auch ich dort mit ihm zusammen; erlebte ihn wie er auch in der Pfarrei St. Pius fest mithalf als Kommunionhelfer und im Kirchenchor. Es folgte der Wechsel ins Kloster Bickesheim – unweit vom Rhein. Eine Marienwallfahrt. Für Kilian klar: Kontakte in die Pfarrei hinein und Kirchenchor – und natürlich der geliebte Garten.. Als das Bickesheimer Kloster aufgelöst wurde zog Kilian um nach Cham. Schon hochbetagt – half er immer noch gerne im Garten. – Vor 5 Jahren zog er hierher nach Gars in die Krankenstation. Vor Gars hatte er schon mehrere Krankenhausaufenthalte – und auch hier .Der Krebs setzte ihm zu. Immer mehr brauchte er Hilfe. Dann kam die Corona dazu – und das Krankenhaus wieder – und die Besuchbeschränkungen: Allein ist er hinübergegangen! Die Krankenschwester in Mühldorf fand ihn friedlich und entspannt entschlafen am Mi, den 11. November – 91 Jahre wurde er alt.

Am 27. November 2020 starb P. Hans Schenk

P. Hans Schenk. Geboren wurde er am 8. Juli 1930 in Dalkingen, nicht weit von unserm Schönenbergkloster. Schon als Kind hat er die Wallfahrt und die Mitbrüder dort kennengelernt. 3 Geschwister waren es, der Vater Schneidermeister. Er verhinderte damals den Besuch des Gymnasiums, damit der Bub nicht vom Nazi-Geist angesteckt würde. So lernte unser Hans beim Vater das Schneiderhandwerk! Erst 1950 kam er als Spätberufener nach München ins Schloß Fürstenried zum Gymnasium. 5 Jahre später hatte er sein Abitur – und trat bei uns ein. Am 2. September 1956 machte er seine 1. Profess – und dann sein Theologiestudium an unserer hiesigen Ordenshochschule. Am 28. April 1963 wurde er von Julius Kardinal Döpfner zum Priester geweiht.Es folgten 23 Jahre im Kloster Deggendorf. P. Schenk entwickelte sich beliebten und geschätzten und gesuchten Beichtvater. Natürlich gehörten auch Aushilfen in der Umgebung dazu.In ähnlicher Aufgabe wirkte er dann 9 Jahre in Forchheim – von 87 bis 96. Dann wurde er ins Kloster Cham gerufen – und übernahm für 7 Jahre die Krankenhausseelsorge. Nochmal ein Wechsel führte ihn für 5 Jahre nach Planegg ins Waldsanatorium als Hausgeistlicher für das große Altenheim der Barmherzigen Schwestern. Heute noch sind Mitbrüder dort in der Betreuung und Seelsorge. Seit September 2008 gehörte er zu uns hier in Gars. Soviel der äußere Ablauf.Seine freundliche und liebenswürdige Art hatte eine große Ausstrahlung! Bis nach Belgien war er beliebt, wenn er bei Besuchen bei seiner Schwester in der Gemeinde auch seelsorglich wirkte. Die „Belgier“ versicherten mir, dass sie in Gedanken dabei sind! Als gelernter Schneider war er sehr akkurat und auf Ordnung bedacht – und auch bedächtig und vorsichtig – und etwas langsam: Jetzt pressiert’s – jetzt muaß i langsam doa. So einer seiner Sprüche. Und ein anderer, der den gleich Zug unterstreicht: Jetzt muaß i erst überlega, was i denka muaß. – Das führte dann auch dazu, dass er sich selbst erkennend über sich sagen konnte: Andere verzählat Witz – mir passierat se. – Hans war sehr interessiert und belesen – auch an Sprachen interessiert. P. Arima aus Japan war mit ihm im Noviziat. So lernte er 3 Jahre Japanisch, um in die Japanmission zu gehen. Eine Krankheit verhinderte das. !Eifrig – und einigermaßen fit – konnte er heuer seinen 90-iger feiern. Dann kam für uns die Corona-Zeit. Er war einer der beiden, die nicht angesteckt waren! Und trotzdem hatte er da auch besonders zu leiden! Am vergangenen Freitag abends – noch vor dem zu Bett gehen – hat der Herr ihn heimgeholt. Erst am Samstag früh haben wir es entdeckt.   (Statio beim Requiem / P. Schwemmer)

 

  OVB 08.12.2020

 Am 23. November 2020  ist Pater Leonhard Behr aus dem Kloster Gars mit 82 Jahren an Corona-Infektion verstorben

  • vonBruno Münch

Seine Mitbrüder, die Redemptoristen aus dem Kloster Gars, Ordensschwestern aus den Klöstern Wang und Au am Inn sowie Angehörige des Verstorbenen feierten mit Rektor Pater Josef Schwemmer das Requiem für Pater Leonhard Behr, der in seinem 82. Lebensjahr an einer Corona-Infektion verstorben ist. Pater Behr, 1939 in Salmanskirchen, Pfarrei Lohkirchen geboren, wuchs auf dem Dorf auf, besuchte das Internat der Redemptoristen in Gars und trat nach seinem Abitur im Jahr 1958 in den Orden ein. Danach absolvierte er sein Theologiestudium ebenfalls in Gars an der ordenseigenen Hochschule und wurde am Hochfest Peter und Paul 1965 im Alter von 26 Jahren von Kardinal Julius Döpfner in München zum Priester geweiht. Nach ersten Einsätzen als Kaplan in Forchheim, Stuttgart und im geistlichen Zentrum Schönenberg/Ellwangen wurde er Volksmissionar: Elf Jahre lang besuchte er vom Kloster Ingolstadt aus Pfarrgemeinden im ganzen süddeutschen Raum, in denen er Gemeindemissionen und Exerzitien hielt. „Vor allem war der „Hardl“ Jugendmissionar“, teilte sein Mitbruder Pater Josef Schwemmer in seiner Ansprache mit. Gründlich habe er sich immer auf die Begegnungen mit den Jugendlichen vorbereitet. Mit Symbolen, markanten Geschichten, Meditationen und gut gewählten geistlichen Impulsen, oft auch im Dialekt, habe es der Hardl immer verstanden, Jugendliche, aber auch Erwachsene anzusprechen.Weitere elf Jahre war Pater Behr im Kloster Cham tätig, wo er neben seinen Einsätzen als Volksmissionar auch noch die Aufgabe übernahm, in Lohberg im Bayerischen Wald Wochenendexerzitien für junge Soldaten der Bundeswehr abzuhalten. Etwa zehn Kurse hielt er im Jahr. „Noch viel intensiver als in seiner Arbeit mit Jugendlichen konnte er den jungen Männern Wichtiges für ihr Leben und für ihren Glauben mitgeben. Da war er in seinem Element – unübertroffen!“, stellte Pater Schwemmer weiter fest. Auf die Jahre im Kloster Cham folgten für Pater Behr 27 Jahre wieder in Heimatnähe, im Kloster Gars, geprägt von Arbeit in der Seelsorge: Sonntags- und Beichtaushilfen sowie Beerdigungen in der Umgebung gehörten zu seinen Aufgaben.Mit zunehmendem Alter bedrängten Pater Behr gesundheitliche Probleme, sodass er die Dienste der Krankenstation des Klosters in Anspruch nehmen musste. Einen eigenen Stil habe er gepflegt, „immer voll informiert, mit eigenen, kritischen Überlegungen – meist im Dialekt“, bescheinigt ihm sein Mitbruder Schwemmer. Es gab Christen, die zu Pater Behrs Gottesdiensten fuhren, weil er im Dialekt predigte.Für Zuversicht auf das Kommende sprach sich Pater Schwemmer aus und zitierte dazu Worte des Paulus aus dem 2. Korintherbrief: „Wir wissen: wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird, dann haben wir eine Wohnung von Gott, ein nicht von Menschenhand errichtetes ewiges Haus im Himmel. Wir sind also immer zuversichtlich“.Ein anderer Mitbruder fasst seine Zuversicht in Worte: Beim Herrn wird er jetzt seinen Frieden gefunden haben.

 

   Pater Rudolf Oberle gestorben

 Völlig unerwartet starb am 29. Oktober im Kloster Gars Pater Rudolf Oberle. Noch beim Abendessen in der Gemeinschaft saß er mit am Tisch. Die Mitbrüder sahen zwar, dass es ihm nicht gut ging, aber mit einem so schnellen Sterben rechnete niemand. In der Frühe des nächsten Tages fand man ihn tot. Eigentlich hatte er sich als Zelebrant für die Konvent-Messe eingetragen und er wäre wie immer am Freitagvormittag zum Pfortendienst eingeteilt gewesen. Pater Oberle war trotz seiner 85 Jahre bis zuletzt in der Seelsorge tätig, hielt Gottesdienste im Haus und in der Umgebung. Als Beichtvater war er gefragt, unter anderem bei den Franziskanerinnen in Au am Inn. Lange Jahre zelebrierte er bei den Missionsschwestern in Stadl. Diese verabschiedeten ihn zwei Tage vor seinem Sterben. Geboren und aufgewachsen ist Pater Oberle in Würmersheim bei Karlsruhe, nicht weit von unserem ehemaligen Kloster Maria Bickesheim in Durmersheim entfernt. Als Bub musste er Fliegerangriffe erleben, statt dem Unterricht in der Schule suchte man Zuflucht im Keller. „Von plötzlich auftauchenden Tieffliegern wurden wir gejagt,“ schreibt er in seinen Kindheitserinnerungen, und von der Bombardierung seines Heimatortes, bei der auch das Haus seines Vaters zerstört wurde.Zusammen mit seinem gleichaltrigen Verwandten Leonhard Dunz wechselte er nach Kriegsende im September 1946 ins Internat nach Gars. Nach dem Abitur 1956 in Forchheim traten beide gemeinsam in den Orden ein und empfingen 1963 die Priesterweihe. Mehrmals war Pater Oberle in Cham stationiert. Als Präses der Marianischen Männerkongregation hatte er ein wichtiges Amt inne, war Krankenhaus-Seelsorger und sechs Jahre Hausoberer (Rektor). Seit 2002 gehörte Pater Oberle zum Haus Gars. Neben den turnusmäßigen Gottesdiensten und diversen Aushilfen in Pfarreien der Umgebung gestaltete er zweimal im Jahr ein Besinnungswochenende für den „Freundeskreis Alfons Liguori“, als „Krankenpater“ organisierte er Messfeiern in der Krankenstation. Bis noch vor wenigen Jahren war er im Wechsel mit anderen Mitbrüdern als Hausgeistlicher im Waldsanatorium der Barmherzigen Schwestern in Planegg tätig. Der „Rudi“ stand bis ins hohe Alter für vielerlei Dienste zur Verfügung, möge der Herr ihm diesen Einsatz jetzt im Himmel vergelten.

Franz Wenhardt

 

 

 

  aus "Briefe an unsere Freunde"

 

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© OVB  (im Juli 2013)       Umbau / Neubau des Gymnasiums Gars

Gars/Mühldorf - Die Sanierung des Gymnasiums in Gars beginnt frühestens 2016 und soll etwa 14 Millionen Euro kosten. Im Zentrum der Maßnahme stehen der Abbruch eines Klostergebäudes im Nordosten des Schulgeländes und der Wiederaufbau für die Schule. Laut Landrat Huber wird es durch die Arbeiten keine Beeinträchtigung des Schulbetriebs geben. 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Landrat Huber betonte, in die Planungen seien Klosterverwaltung und Schulleitung eingebunden und wehrte sich damit gegen Vorwürfe, der Landkreis handele ohne Zusammenarbeit mit den Zuständigen vor Ort.

Gars Bürgermeister Norbert Strahllechner begrüßte die Sanierung zwar grundsätzlich, zeigte sich aber enttäuscht vom Baubeginn erst in drei bis vier Jahren. Huber nannte die Bausubstanz in Gars schlechter als erwartet, deshalb sei die Entscheidung für den deutlich teureren Neubau gefallen.

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 Von Kloster Gars aus erscheint die Zeitschrift der Redemptoristen, die „Briefe an unsere Freunde“. Das Blatt kommt sechsmal im Jahr heraus, umfasst 16 Seiten. Darin erscheinen Artikel spiritueller Art sowie Berichte aus dem Leben der Gemeinschaft. Die Leser können einen Blick hinter Klostermauern werfen und erfahren Persönliches aus dem Leben der Patres und Brüder. Verantwortlich für den Inhalt ist Pater Josef Steinle. Er wurde 1943 in Agawang bei Augsburg geboren. Während seiner Jahre am Gymnasium wohnte er in Internaten der Redemptoristen. 1965 begann er in Gars das Noviziat und das Studium der Theologie. 1973 empfing er die Priesterweihe und ist seitdem als Seelsorger tätig, als Gemeindemissionar, Exerzitienleiter und auf zahlreichen Aushilfen in der Umgebung der Klöster. Eine journalistische Ausbildung erhielt er als Stipendiat beim ifp München und in Praktikas bei verschiedenen Redaktionen. Zur Redaktion der „Briefe an unsere Freunde“ gehören Robert Koller, Ingolstadt, der für die Technik und das Layout zuständig ist, sowie Franz Wenhardt, der Bibliothekar des Klosters Gars.

Das Blatt wird von der „Versandstelle der Briefe“ vertrieben.

Dies besorgen Edeltraud Jegl (rechts) und Anna Richterstetter.